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CIAO GIANNI

 

Letzten Sommer ist unser langjähriger Freund Alfiero Boffa in Asti verstorben, und nun, an Weihnachten, vor wenigen Wochen, hat uns Gianni Piccoli (Corte Gardoni) in Valeggio sul Mincio bei Verona, verlassen.

 

 

Alfiero und Gianni, beide sind unsere Weinbauern der ersten Stunde.

In dieser Post gehen meine Gedanken an den Gardasee zu Gianni Piccoli.

 

Der Rotwein Rosso di Corte von Gianni Piccoli ist der allererste Wein, den die Bottega in den 90er Jahren importierte. Unvergessen der Moment - damals - mit Gianni im Keller, meine Mutter und mein Vater, im Winter, es war kalt, und wir begeistert vom Rosso di Corte 1992, aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc gekeltert.

Zwanzig Jahre später sind Giannis Sohn und sein Enkel in St. Gallen, zur Degustation im Hotel Einstein, und die beiden bringen eben diese Flasche des Jahres 1992 in die Schweiz mit. Am Telefon tauschen wir uns kurz aus, Gianni reist nicht mehr. Letzten Herbst noch einmal im gleichen Keller, wie so oft. Ich wusste nicht, dass es ein Abschied für immer war.

Was bleibt: Ein Charakter, zurückhaltend, scheu, wenige Worte, viele Wurzeln, Tradition, sich treu bleiben, kommunizierend seine Vorstellung von Terroir, kein Bluff, kein Schein, Weisswein so und Rotwein so.

An vielen Abenden in all den Jahren, Gianni und ich, in einem der berühmten Restaurants in Valeggio, ein Stück Gorgonzola, dazu der Welt-Süsswein mit dem Namen Fenili. Was braucht man mehr? Männer-Freundschaften ohne Schminke, un-löschbar. Das fehlt, aber, zum Glück: Seine Söhne, seine Enkel tragen es weiter, das Gefühl des Authentischen, das Piccoli Gen, diese fast schon sture, so sympathische Idee, dass Custoza und Bardolino so und nicht anders sein sollen, müssen.

 

Ciao Gianni, addio, Du bleibst in unseren Herzen.

  Letzten Sommer ist unser langjähriger Freund Alfiero Boffa in Asti verstorben, und nun, an Weihnachten, vor wenigen Wochen, hat uns Gianni Piccoli (Corte Gardoni) in Valeggio... mehr erfahren »
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CIAO GIANNI

 

Letzten Sommer ist unser langjähriger Freund Alfiero Boffa in Asti verstorben, und nun, an Weihnachten, vor wenigen Wochen, hat uns Gianni Piccoli (Corte Gardoni) in Valeggio sul Mincio bei Verona, verlassen.

 

 

Alfiero und Gianni, beide sind unsere Weinbauern der ersten Stunde.

In dieser Post gehen meine Gedanken an den Gardasee zu Gianni Piccoli.

 

Der Rotwein Rosso di Corte von Gianni Piccoli ist der allererste Wein, den die Bottega in den 90er Jahren importierte. Unvergessen der Moment - damals - mit Gianni im Keller, meine Mutter und mein Vater, im Winter, es war kalt, und wir begeistert vom Rosso di Corte 1992, aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc gekeltert.

Zwanzig Jahre später sind Giannis Sohn und sein Enkel in St. Gallen, zur Degustation im Hotel Einstein, und die beiden bringen eben diese Flasche des Jahres 1992 in die Schweiz mit. Am Telefon tauschen wir uns kurz aus, Gianni reist nicht mehr. Letzten Herbst noch einmal im gleichen Keller, wie so oft. Ich wusste nicht, dass es ein Abschied für immer war.

Was bleibt: Ein Charakter, zurückhaltend, scheu, wenige Worte, viele Wurzeln, Tradition, sich treu bleiben, kommunizierend seine Vorstellung von Terroir, kein Bluff, kein Schein, Weisswein so und Rotwein so.

An vielen Abenden in all den Jahren, Gianni und ich, in einem der berühmten Restaurants in Valeggio, ein Stück Gorgonzola, dazu der Welt-Süsswein mit dem Namen Fenili. Was braucht man mehr? Männer-Freundschaften ohne Schminke, un-löschbar. Das fehlt, aber, zum Glück: Seine Söhne, seine Enkel tragen es weiter, das Gefühl des Authentischen, das Piccoli Gen, diese fast schon sture, so sympathische Idee, dass Custoza und Bardolino so und nicht anders sein sollen, müssen.

 

Ciao Gianni, addio, Du bleibst in unseren Herzen.